„Der Sport hat eben nicht nur Sonnenseiten, sondern man muss auch kämpfen“ – Die Rekordläuferin Sabrina Mockenhaupt im Interview mit pjuractive

record runner Sabrina Mockenhaupt in an interview with pjuractive

Unser pjuractive 2SKIN Testimonial Sabrina Mockenhaupt macht gerade eine nicht so schöne Zeit für einen Sportler durch. Der Bruch am Beckenknochen und der geplatzte Traum von Olympia in Rio – in einer solchen Situation müssen Sportler sich selbst motivieren. Mocki ist da wohl das Paradebeispiel für, denn sie gibt nie auf und setzt sich stattdessen neue Ziele, auf die sie zielstrebig hinarbeitet. pjuractive hat mal nachgefragt, wie unsere Mocki sich motiviert, wie sehr sie sich auf ihren nächsten Lauf freut und ob sie für die Läufer unter uns auch noch ein paar hilfreiche Tipps hat.

  1. pjuractive: Wie geht es dir aktuell? Ist deine Verletzung ausgeheilt?

Mocki: Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Ich komme gerade aus einer Phase von über 12 Wochen ohne Laufen, das war für mich schon hart. Aber ich musste meinem Körper einfach die Pause geben, um komplett zu regenerieren und vor allem aber auch die Grundlage für die kommenden Jahre zu schaffen. Solch eine Verletzungsmisere hatte ich in meiner 20-jährigen Karriere noch nie. Daher war das Ganze für mich auch eine komplett neue Situation, aus der ich aber stets versucht habe, das Positive herauszuziehen und mich nicht unterkriegen zu lassen. Ich bin fest der Meinung, dass mich auch diese schwere Zeit stärker gemacht hat.

  1. pjuractive: Woher nimmst du deine Motivation, auch nach solchen Rückschlägen weiterzumachen?

Mocki: Ich liebe das, was ich machen darf. Ich liebe das Laufen und den Wettkampf. Aber der Sport hat eben nicht nur Sonnenseiten, sondern man muss auch kämpfen, vor allem bei Rückschlägen. Wichtig ist, sich nicht verrückt machen zu lassen und weiter an sich zu arbeiten. Der Wille, sich stets zu verbessern und noch Ziele erreichen zu wollen, treibt mich jeden Tag an.  

  1. pjuractive: Was liebst du am Laufen am meisten?

Mocki: Laufen ist mein Leben! Mein erster und letzter Gedanke am Tag handelt immer vom Laufen. Ich kann mich voll auspowern, mit meinem Körper an die Grenzen und manchmal vielleicht sogar darüberhinaus gehen und mich überall und zu jeder Zeit mit anderen messen. Am allerschönsten sind aber die Läufe, bei denen man einfach nur die Natur genießt und gar nicht merkt, dass man sich gerade anstrengt.

  1. pjuractive: Am 02. Oktober willst du beim Köln Halb-Marathon endlich wieder starten. Wie sehr freust du dich darauf?

Mocki: Leider kann ich jetzt doch nicht starten, obwohl der Start eigentlich geplant war. Der Ermüdungsbruch ist zwar ausgeheilt, aber die anderen Baustellen, die zu dem Bruch geführt haben, müssen eben auch erst einmal beseitigt werden. Ich unterstütze stattdessen Andreas von Thien und freue mich darauf, die Läufer anzufeuern. Ende Oktober geht es dann hoffentlich wieder richtig los.

  1. pjuractive: Wie oft trainierst du aktuell die Woche?

Mocki: Ganz ehrlich. Eine Beckenverletzung ist nicht ohne und so habe ich die letzten 10 Wochen so gut wie nichts gemacht, was mir unheimlich gut getan hat. Zwischendurch hatte ich ja mal die Hoffnung, dass ich wieder anfangen könnte, aber die wurde mir dann leider wieder genommen. Ab da habe ich mich erst mal entschieden, wirklich den Sommer zu genießen und nichts zu machen. Das kommt mir jetzt zu Gute. Aktuell trainiere ich 2x am Tag und dabei wechsel ich zwischen Radeinheiten, Kraft, Yoga und Aqua-Joggen.

  1. pjuractive: Hast du besondere Trainingstipps für die Läufer unter uns?

Mocki: Ja, wichtig ist es, auf seinen Körper zu hören. Wenn man vorher eher weniger gelaufen ist, macht es keinen Sinn, von heute auf morgen gleich 20 oder 25 km laufen zu wollen. Zumal bei solchen Belastungen und Anstrengungen oftmals direkt Nebenerscheinungen wie Wundscheuern oder Blasenbildung auftreten. Das kann oftmals die Motivation gleich rauben, wobei es da mit 2SKIN ja jetzt ein grandioses Produkt dagegen gibt. Also, immer kleine Ziele und Steps setzen, langsam steigern und zwischendurch ruhig die Herausforderung in Form eines Wettkampfs zur eigenen Leistungsüberprüfung angehen.

  1. pjuractive: Stehen in diesem Jahr noch weitere Events an?

Mocki: Sicherlich werde ich kleinere Wettkämpfe machen, um mich eben immer selbst und meinen Leistungsfortschritt zu überprüfen. Aber die wichtigen und großen Events kommen dann im nächsten Jahr.

  1. pjuractive: Was sind deine Pläne für die nächsten Jahre? Gibt es noch ein solches Ziel wie Rio, das du in Zukunft anstrebst?

Mocki: Die Olympischen Spiele sind für Sportler immer das Nonplusultra. Aber es bringt eben auch nichts, lange nachzutrauern. Deswegen freue ich mich auf die kommenden zwei Jahre. Ich will 2017 einen guten und schnellen Halbmarathon im Frühjahr angehen, um im Herbst dann einen kompletten Marathon zu absolvieren. In meinem Innersten träume ich nach wie vor, meine eigene Bestleistung nochmal zu unterbieten. Aber ich gehe die Wettkämpfe komplett ohne Druck an und versuche, vor allem Spaß zu haben, auch wenn ein Marathon ab Kilometer 30 nicht mehr wirklich viel mit Spaß zu tun hat. 2018 ist dann das große Ziel die EM in Berlin! Eine Großveranstaltung im eigenen Land ist immer etwas Besonderes!

  1. pjuractive: Gibt es sonst noch etwas, das du gerne loswerden möchtest?

Mocki: Ja, unbedingt! Ich will mich bei allen Menschen, meinen Fans und Partnern für die großartige Unterstützung in der letzten Zeit bedanken. Und gleichzeitig freue ich mich, wenn ich künftig wieder öfters an der Startlinie stehe und um Platzierungen und Zeiten kämpfe. Das ist das, was ich brauche!

pjuractive wünscht Mocki viel Erfolg für ihr Comeback 🙂

Folge uns:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.