Laufen in der Schwangerschaft

Laufen in der Schwangerschaft
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In der Schwangerschaft zu laufen, halten viele vielleicht für eine abwegig. Viele schwangere Frauen fragen sich, ob sie während der Schwangerschaft laufen dürfen oder es lieber sein lassen sollten. Wir haben zu diesem Thema recherchiert und haben nachfolgende Check-Liste für Schwangere erstellt:

Welche Vorteile hat das Laufen in der Schwangerschaft?

Wir wissen mittlerweile, dass das Laufen die geistige und körperliche Fitness schnell und effektiv verbessern kann. Zudem ist es ein kostengünstiger Sport und das Laufen während der Schwangerschaft lässt sich gut in jeden Tagesablauf integrieren.

Trotzdem sollte das Laufen oder Joggen während der Schwangerschaft nicht aufgenommen werden, um sich auf einen Marathon vorzubereiten, sagt zum Beispiel Julie Tupler, Krankenschwester, zertifizierte Personal Trainerin und Gründerin von Maternal Fitness (New York).

  1. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, während der Schwangerschaft zu laufen, sollten Sie sich überlegen, zuvor einen Physiotherapeuten aufzusuchen, um herauszufinden, ob Sie laufen dürfen, und um mehr über Ihren Körper zu erfahren. Denken Sie daran, Ihren Beckenboden zu schonen, und fragen Sie Ihren Arzt, inwiefern das Laufen während der Schwangerschaft die Gesundheit Ihres Babys gefährden könnte.
  2. Tragen Sie die richtige Sportkleidung, wenn Sie während der Schwangerschaft laufen. Tragen Sie Schuhe, die bequem sind und Ihre Knöchel und Fußsohlen stützen. Tragen Sie einen guten Sport-BH, der Ihre wachsenden Brüste stützt.
  3. Die goldene Regel ist wie immer: Genug Wasser. Trinken Sie viel Wasser vor, während und nach dem Laufen in der Schwangerschaft. Genug Wasser verhindert, dass das Blut Richtung Uterus fließt und möglicherweise vorzeitige Wehen ausgelöst werden.
  4. Es wird empfohlen, auf einer Laufbahn zu laufen, nicht auf geteerten Straßen, weil die Laufbahn zum einen Ihre Gelenke und Ihre Knie schont und zum anderen einen möglichen Sturz besser abfedert. Sollten Sie stürzen, versuchen Sie, auf die Seite oder den Po zu fallen, um ein Bauchtrauma zu vermeiden.
  5. Sollten Sie sich nicht gut fühlen, laufen Sie auf keinen Fall während der Schwangerschaft. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihr Baby, aber denken Sie auch an Ihren eigenen Körper. Wenn Sie dennoch während der Schwangerschaft laufen, riskieren Sie nach der Geburt Ihres Babys negative Folgen.
  6. Sie wissen nun, dass Sie während der Schwangerschaft laufen können, dabei aber das Tempo anpassen müssen. Es ist daher wichtig, sich auf den Rhythmus zu konzentrieren, wenn Sie während der Schwangerschaft laufen. Experten des Baby Center Magazines zufolge bilden sich die wichtigsten Organe eines Babys während des ersten Trimesters der Schwangerschaft. Deswegen kann Überhitzung zu Problemen führen. Wenn die Körpertemperatur der Mutter zu hoch ist, könnte das Auswirkungen auf das Baby haben, die sich leicht vermeiden ließen.
  7. Manchmal denken wir nicht daran, wie sehr wir unsere Bauchmuskeln belasten. Sie zu trainieren, kann sinnvoll sein, wenn Sie während der Schwangerschaft laufen. Stiche im Beckenboden treten häufig auf. „Bereiten Sie sich auf den Marathon der Wehen vor, indem Sie Ihre Bauch- und Beckenmuskulatur trainieren“, empfiehlt Julie Tupler. Es kann aber auch nach der Entbindung zu starken Beckenbodenproblemen kommen. Daher ist es äußerst empfehlenswert,vor, während und nach der Geburt viele spezielle Übungen für den Beckenboden zu machen. Gute Übungen hierfür finden sich beispielsweise auf der Hab-It-DVD von Tasha Mulligan. Als Trainerin kann Tasha Ihnen sagen, welche Muskeln schwach sind, welche Übungen und Körperhaltungen korrigiert werden müssen und wo Ihre Ungleichgewichte liegen.
  8. Während der Schwangerschaft lockern sich Ihre Gelenke, sodass es leichter zu Verletzungen kommt. Falls das Laufen während der Schwangerschaft ein zu großes Gesundheitsrisiko darstellt, können Sie vielleicht durch ausgedehnte Spaziergänge und positive Gedanken die nötigen Endorphine freisetzen. Wechseln Sie zwischen Laufen und anderen Übungen ab. Probieren Sie Kräftigungs-, Kegel- und andere Beckenbodenübungen aus. Yoga-Pilates ist bei schwangeren Frauen sehr beliebt. Je abwechslungsreicher die Übungen, desto gesünder ist es für Ihren Körper.
  9. Laufen Sie während der Schwangerschaft nicht bis zur vollkommenen Erschöpfung. Brechen Sie das Laufen oder Joggen ab, wenn sich eines der folgenden Warnzeichen einstellt: vaginale Blutungen, Atemnot, Schwindel, Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Muskelschwäche, Wadenschmerzen oder Schwellungen, Kontraktionen, verringerte fötale Bewegungen oder vaginaler Ausfluss. Aber: Keine Panik! Viele schwangere Läuferinnen stehen den gleichen Schwierigkeiten gegenüber. Ausflussprobleme sind z. B. laut dem RunFarGirl-Forum weit verbreitet. Forumsteilnehmer sind der Meinung, dass ein Tampon beim Laufen während der Schwangerschaft hilft, da er die Harnröhre von der anderen Seite abschließt. Der Einsatz eines Pessars ist eine weitere Möglichkeit. Dieses kann nach Bedarf eingesetzt werden und fixiert die Blase in der richtigen Position. Trotzdem sollten Sie vor dem Ausprobieren neuer Produkte beim Laufen während der Schwangerschaft Ihren Gynäkologen zu Rate ziehen.
  10. Letztlich sollten Sie nicht vergessen, dass Sie niemandem etwas beweisen müssen. Die Zeit der Schwangerschaft lässt sich auch gut als Auszeit vom Laufen nutzen. Sie bietet eine gute Gelegenheit, sich gut zu fühlen, anstatt sich selbst für die eigene Faulheit zu bemitleiden und die Gesundheit Ihres Babys und Ihre eigene aufs Spiel zu setzen.

 

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