Die Baur-Brüder beim GORE-TEX Transalpine-Run

Die Baur-Brüder beim Gore-Tex Transalpine Run

TAR Stage 7 (08.09.2018)

Es ist geschafft! Wir sind eeeendlich in Brixen angekommen.

Rennverlauf:

Eins vorneweg…2SKIN hat gehalten, was es verspricht. Ein echtes Wundermittel. Keine Blasen, keine Scheuerstellen. Und das nach fast 260 gelaufenen Kilometern in sieben Tagen. Echt geil!!!

Die letzte Etappe des GORE-TEX Transalpine Run versprach uns heute nochmals Trails und Höhenwege der Extraklasse. Nach einem 15 km langen Anstieg von Sarntheim erreichten wir eine Höhe von 2.000 m. In diesem ersten und sehr langen Anstieg mobilisierten wir die letzten verbleibenden Energiereserven. Zusammen mit dem 3. Team im Gesamtklassement liefen wir konstant wie ein Uhrwerk die Trails nach oben. Auf der Hochebene mussten wir das Team dann aber ziehen lassen und konzentrierten uns nur noch auf uns und auf das große Ziel, die Finishline in Brixen. Für die nächsten 15 Kilometer liefen wir auf der Hochebene auf über 2000m. In unserem Tempo liefen wir sehr konstant und konnten so noch die um uns herumliegende Landschaft in vollen Zügen genießen.

Vis a vis zu den Dolomiten-Gipfeln der Langkofel- und Sellagruppe folgte darauf der letzte Downhill des GORE-TEX Transalpine Run 2018 ins Ziel nach Brixen. Und dann hatten wir es endlich geschafft – nach insgesamt 257,6 Kilometern Horizontaldistanz, nach 16.446 Höhenmetern im Aufstieg und 16.582 Höhenmetern im Abstieg. Wir sind in Brixen.

Heute finishten wir als insgesamt 6. Team.

Das bedeutet für das Gesamtranking über alle 7 Tagen, den 6. Platz von 300 gestarteten Teams. Die reine Laufzeit beträgt 31:31h. Damit waren wir rund 2:45h langsamer als das Siegerteam.

So und jetzt werden erst einmal die Laufschuhe für ein paar Tage verstaut und regeneriert.

Vielen Dank an alle, die mit uns mitgefiebert und uns unterstützt haben und natürlich einen großen Dank an pjuractive für eure Unterstützung und den Support mit 2SKIN!!!

Bild von Philipp Reiter
Bild von Philipp Reiter

TAR Stage 6 (07.09.2018)

Bald ist es geschafft…

Rennverlauf:

Heute sind wir jetzt so richtig auf der Alpensüdseite angekommen. Südtiroler Bilderbuchlandschaften säumen die Trails mit Almen, Gipfeln und Bergseen vor einem kompletten Dolomiten-Panorama. Mit dem höchsten Punkt, der Oberen Scharte, von 2683 m und insgesamt 2524 Höhenmetern im Aufstieg ist die Etappe nicht zu unterschätzen, auch wenn die herrlichen Trails und Wanderwege für schier unendliche Motivation sorgen.  Dieser alpine Übergang liegt zwischen den mächtigen Gipfeln von Hönigsspitz und Hirzer.

Man merkt so langsam, dass jeder Teilnehmer an seine Grenzen kommt. Das Feld lief heute fast geschlossen aus St. Leonhard hinaus und kein Team zog erstmal davon, so wie es die Tage davor immer der Fall war.

Im ersten Anstieg waren wir also immer in Sichtweite zu den Führenden. Bis zur Oberen Scharte hatten wir fast die kompletten Höhenmeter auf nur knapp 20km erledigt. Der Aufstieg war teils sehr felsig und führte über Geröll und Fixseilpassagen am Gipfelgrat entlang. Dies ist echt nicht unser Terrain. Wir mussten deshalb ziemlich früh abreißen lassen und verloren wertvolle Minuten. Ab der zweiten Rennhälfte, nach dem Gipfelgrat, ging es dann aber tendenziell nur noch bergab und wir nahmen zusammen mit einem weiteren Team die kommenden Trails in Angriff.

Schlussendlich konnten wir heute als 6. Team im Tagesranking finishen und unseren guten 6. Platz im Gesamtklassement über alle Etappen festigen.

Morgen dann zum 7. und letzten Mal…nächster Stopp BRIXEN!!!!

Bild von Philipp Reiter
Bild von Philipp Reiter
Bild von Philipp Reiter
Bild von Philipp Reiter

TAR Stage 5 (06.09.2018)

Heute starteten wir in Sölden und liefen knappe 39km mit 2300Hm im Anstieg nach St. Leonhard im Passeier Tal. Das Rennen startete zügig und ging sofort in einen heftigen Anstieg über. Die Strecke heute war aber „laufbarer“ als gestern und so kamen wir relativ zügig voran. Heute überquerten wir außerdem die Grenze nach Italien. Das 2474 m hohe Timmelsjoch ist der Schlüssel und der einzige ohne Alpinausrüstung zu begehende Übergang vom Ötztal nach Südtirol. Bis zum höchsten Punkt folgen die Trails stetig ansteigend dem Timmelstal bis zur Verpflegung am höchsten Punkt. Dort sind wir mit zwei weiteren Teams angekommen.

Toll waren heute die anschließenden Trails zur V2 nach Rabenstein, wo wir uns von besagten beiden Teams etwas absetzen konnten. Ein erneuter Anstieg zur Toniger Hütte folgt, hier erwartete uns die panoramareichste Verpflegungsstelle in der Geschichte des GORE-TEX Transalpine Run. Mit einem finalen Downhill ging es dann ins Ziel in St. Leonhard in Passeier.

Bild von Philipp Reiter
Bild von Philipp Reiter
Bild von Philipp Reiter
Bild von Philipp Reiter

TAR Stage 4 (05.09.2018)

Heute ging es von Mandarfen im Pitztal nach Sölden. Laut Plan wären 28km mit +2300Hm zu bewältigen gewesen. Am Ende waren es aber knappe 31km…

Rennverlauf:

Von Mandarfen liefen wir zuerst einen traumhaften Trail hinauf zum Rifflsee und dann wieder runter ins Pitztal nach Mittelberg. An diesem ersten Anstieg konnten wir gut mithalten und ließen die führenden Teams nicht außer Sichtweite. Oben am See merkten wir aber, dass die 53km vom Vortag noch nicht verdaut waren und wir drosselten unser Tempo, da noch der sehr lange Anstieg zum höchsten Punkt des diesjährigen Transalpine Runs, das Pitztaler Jöchl auf 2992m, auf uns wartete.

Hinauf zu besagtem höchstem Punkt fehlten uns heuer leider die Kräfte, um in der Verfolgung zu bleiben. Die Akkus waren leer und die sehr technischen Trails machten es uns nicht leichter. Ein kleiner Trost aber war der grandiose Ausblick auf den Pitztaler Gletscher und natürlich das super Bergpanorama.

Oben angekommen, blieb leider nicht viel Zeit zum Durchatmen. Nach der zweiten Verpflegung mussten wir nochmals einen Anstieg hinauf zum Rifflsee bewältigen, um von dort dann endlich in den Zieldownhill nach Sölden einzubiegen. Mittlerweile hatten wir uns zwar einigermaßen erholt, es blieb aber aufgrund des sehr alpinen Terrains schwierig zu laufen und wir kamen langsamer voran als erwartet.

Der letzte Downhill hinunter nach Sölden war dann aber wieder, vor allem im unteren Drittel, ein Traum. Feine Mountainbike-Trails schlängelten sich durch die Landschaft und wir waren mittendrin, äh drauf 😉 Im Ziel in Sölden konnten wir heute nach 4:22h als 9. Team im Tagesgesamtklassement finishen.

Mit der Tagesleistung können wir nicht ganz zufrieden sein. Aber hilft ja nichts, morgen wird’s halt dann besser 🙂

Bild von Peter Fanky

 

Bild von WUSA ON THE MOUNTAIN

TAR Stage 3 (04.09.2018)

Dritte Etappe oder wie der Veranstalter es nennt „Königsetappe“. Nach einer kleinen Streckenänderung, zwecks Abgang eines Geröllfeldes, standen heute 52km mit 3000Hm auf dem Programm. Wir liefen von Imst nach Mandarfen im Pitztal.

Der Rennverlauf:

Der Start war heute morgen bereits für 6:30 Uhr angesetzt. Das bedeutet Wecker um 4:30 Uhr und versuchen, etwas zu essen. Eins vorneweg, ohne 2SKIN geht gar nichts mehr. Mittlerweile eigentlich „das Ritual“ vor jedem Wettkampf. Den Oberkörper im Bereich wo der Rucksack sitzt und natürlich die Füße (Zehen und Ferse) werden großflächig damit eingerieben. Stand heute nach jetzt über 130 gelaufenen Kilometern in drei Tagen: Immer noch keine Scheuerstellen oder Blasen, was soll man dazu sagen? So muss das sein, just perfect!!! Aus Imst ging es heuer (mal wieder) sehr zügig hinaus. Die ersten 5km vergingen also wie im Flug. Ab dem ersten Anstieg ließen wir uns aber bewusst etwas zurückfallen und nahmen Tempo raus, da wir wussten, dass 3000Hm für uns Flachland-Schwaben eigentlich zu viel sind. Dies machte sich bezahlt. Es ging über wunderschöne Trails vorbei an kleineren Alpen und natürlich der Tiefentaler Alpe als Highlight. Die Trails sind schön aber auch oft verdammt schwer und technisch. Man kommt nicht besonders schnell voran, da man immer hochkonzentriert sein muss. Der Spaß kommt aber natürlich nie zu kurz.
Der letze Downhill spuckte uns 10km vor dem Ziel in Mandarfen aus. Das bedeutete, nochmals einen „schnellen“ 10er entlang des Flusses ins Ziel zu Bolzen. Ein 5er-Schnitt war noch drin und so konnten wir heute nach 6:20h die Etappe in Mandarfen finishen!
Jetzt erstmal ausruhen und erholen. 😉

Die beiden Geheimwaffen heute, um die Etappe perfekt und sicher zu überstehen.

TAR Stage 2 (03.09.2018)

Die zweite Etappe ist geschafft. Heute sind wir „nur“ 28km mit 1350Hm von Nassereith nach Imst gelaufen.

Der Rennverlauf:

Bereits einen Kilometer nach dem Start ging es in den längsten Uphill des Tages. 600Hm am Stück mussten wir über verwurzelte und oft technisch sehr anspruchsvolle Trails laufen. Wir hatten uns vorgenommen, dieses Mal nicht mit den bergaufwärts starken Teams zu konkurrieren, sondern hielten uns bewusst zurück, da wir wussten, dass unsere Stärken auf der zweiten Hälfte der Strecke lagen. Und so wars dann auch. Nach rasanten Downhills und vielen fluffig lautbarem Trails konnten wir heute als 4tes Team Overall in Imst finishen, nur knapp 5min hinter dem Sieger-Team.

In der Gesamtwertung haben wir uns einen Platz nach vorne gekämpft und liegen auf Platz 6.

Jetzt gilt es einigermaßen gut zu regenerieren, da morgen die Königsetappe mit 51km und 3100Hm auf uns wartet.

Und 2SKIN ist der Hammer. Nach knapp 73 gelaufenen Kilometer in 2 Tagen ist alles, im Bezug auf Blasen und Scheuerstellen, noch immer in bester Ordnung 😉

Bild von Philipp Reiter
Bild von Philipp Reiter

 

TAR Stage 1 (02.09.2018)

Die erste Etappe von Garmisch (D) nach Nassereith (AUT) liegt hinter uns. Was für ein Brett…44km mit 2480HM im Aufstieg. Damit hätten wir gestern Abend nicht gerechnet, dass es so hart werden würde.

Der Rennverlauf kurz zusammengefasst:

Start um 9 Uhr in Garmisch. Wie das so ist, jedes Team sagt zwar, dass sie es ruhig angehen, aber heute Morgen wurden wir wieder eines Besseren belehrt. Die ersten 6km verliefen auf der Straße und so starteten wir mit den anderen Teams aus der Stadt im 3:50 min/km Schnitt. Wir fühlten uns beide gut und bildeten mit zwei Teams die Verfolgung. Bis Kilometer 25 ging es wellig auf Forststraßen und kleinen Trails auf und ab. Mittlerweile waren wir auf Platz 4. Dann der letzte Uphill mit insgesamt ca. 800Hm. Da hat es uns heute den Stecker gezogen und die Kraft war irgendwie raus aus den Beinen. Zwei Teams überholten uns deshalb leider. Oben angekommen, lief es dann wieder besser und wir konnten den finalen 7km Downhill hinab nach Nassereith ins Ziel routiniert bewältigen und als 7. Team Overall mit knapp 20min Rückstand finishen!!!

Jetzt ausruhen und morgen werden wir versuchen, wieder ein paar Minuten reinzuholen.

Bild von Philipp Reiter
Bild von Philipp Reiter

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